Esther Falk
Figurenspiel und Straßenkunst
Die Auflösung - we disappear
Ein performativer Liederabend




Es ist absehbar: So kann es nicht weitergehen.
Die Stimmung ist schlecht, Geld gibt es keines mehr, und die Bar wird in Kürze schließen. Vier Künstler*innen setzen sich dem Gefühl aus, dass alles bald ein Ende hat, dass alle Gewissheit sich auflöst. Sie erheben ein letztes Mal ihre Gläser mit dem letzten, schalen Getränk und denken darüber nach, wie es sich anfühlt, langsam zu verschwinden.
Weil sie nicht frühzeitig umgeschwenkt sind, um massenkompatible Kunst zu machen, werden sie bald nicht mehr da sein. Hätten sie doch mal auf Vikis Vater gehört: “Macht doch lieber sowas wie Helene Fischer, das wollen die Leute sehen”
So bleibt ihnen nichts anderes übrig als sich aufzulösen.
Auf der Suche nach der Auf- Lösung wenden sie sich an den Tod, den ausgewiesenen Spezialisten für das Ende. Doch auch er bleibt überraschend ratlos. Stattdessen rückt ein Staubsauger ins Zentrum der Betrachtung. Seine philosophische Tiefe entfaltet sich unerwartet: Ist er der Seelenverwandte des Todes? Die endgültige Lösung aller Probleme? Oder doch nur ein technisches Gerät, das den vier Gestalten als Projektionsfläche dient?
Singend und denkend bewegen sich die vier durch den Abend. In sieben Liedern nähern sie sich konsequent der Auflösung. Je später es wird, desto ehrlicher werden die Texte , die Fragen werden größer – und die Antworten zunehmend zweifelhaft.
Mit Figurentheater, Performance und Musik entstehen Szenen und Texte, die melancholisch, absurd, bissig und radikal sind. Mit Akkordeon, Geige, Posaune und Gitarre entsteht ein letzter Abend in einer Bar, kurz vor dem Abriss. Ein Ort ohne Zukunft, aber mit Musik. Ein letzter Tanz auf dem Vulkan.
Dauer: 50 Minuten
Mit Micha Schlüter, Viktoria Kasprik, Ronja Schweikert und Esther Falk